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Simone Zimmermann
Tierheilpraktikerin
Behandlung von Groß - und Kleintieren nach Naturheilverfahren
Weinbergstraße 2 b 
35633 Lahnau - Waldgirmes
Telefon: 06441 - 96 32 53
Fax:
0180 - 505 254 869 613 

 

Unsere Sprechzeiten:
Mo. - Fr.
nach telefonischer Vereinbarung
Nur in dringenden Notfällen:
Tel.: 0179 - 69 79 862

Erstellt am 29. 06. 2000
Zuletzt aktualisiert: 08. 07. 2000

Erkrankungen bei Pferden
  Notfallmaßnahmen


Husten

ist fast immer ein Alarmzeichen und sollte nicht auf die leichte Schulter genommem werden.
Nicht beunruhigend ist ein einmaliges Husten des Pferdes infolge Verschluckens. Liegt kein Verschlucken vor, ist Husten immer ein Zeichen von Erkrankung und es ist dringend anzuraten, die Ursache schnellstens tierärztlich abklären zu lassen!
Sollte mit dem Husten Atemnot oder Fieber einhergehen, ist der Tierarzt sofort herbeizuziehen! Auch Husten, der anfallartig auftritt, erfordert sofortige Behandlung!
Husten kann sowohl bei Ruhe als auch beim arbeitenden Tier auftreten oder beim Futteraufnehmen.
Vorsichtshalber das Tier isolieren und sofort einen Tierarzt rufen, möglicherweise besteht auch Infektionsgefahr der anderen Pferde.

Virushusten

entsteht durch akute Erkrankung der Atemwege. Meist folgt noch eine Sekundärinfektion bakterieller Art.
Zudem entsteht auch bei Ausheilung des Virushustens oft ein chronischer Husten, verbunden mit einer Schimmelpilz - Allergie gegen Sporen auf Heu und Stroh.
Anzeichen sind:
Plötzlicher trockener Husten, oft mit Futterverweigerung und/oder Fieber, wässriger, danach milchiger Nasenausfluß, Abgeschlagenheit, Verdickung der Lymphknoten, Desinteresse an der Umgebung.

Sofortmaßnahmen:
Tier isolieren - Ansteckungsgefahr!
Trocken und zugfrei unterbringen! Weder Kälte noch Hitze aussetzen! Sofort Fieber messen!
Bei über 39 Grad sofort Tierarzt rufen,  bei unter 39 Grad  Tierarzt schnellstmöglichst kommen lassen!

Nasenausfluß

ist oft ein Zeichen für eine Erkrankung, möglicherweise eine Entzündung der Lunge oder der Bronchien. Auch andere Infektionskrankheiten können die Ursache sein, wenn das Tier einen zähen oder gefärbten Nasenausfluß zeigt.
Nur der wässrige und farblose Ausfluß ist harmlos und unbedenklich!

Alarmzeichen aber sind:
Sekret in den Nüstern, welches weiß, gelblich oder grünlich ist und zäh, brockig oder auch wässriger Art sein kann.

Sofortmaßnahmen:
Fieber messen! Atemfrequenz feststellen!
Grundregel:  Temperatur über 38 Grad und/oder mehr als 16 Atemzüge pro Minute - sofort Tierheilpraktiker oder Tierarzt rufen!

Nasenbluten

kann sich in dünnem Tröpfeln oder einem dünnen Blutfaden aus den Nüstern äußern und hört meist von selbst auf, wenn nur kleine Gefäße in der Nasenschleimhaut gerissen sind.
Pferd ruhig stellen! Blutung sollte dann nach kurzer Zeit aufhören!
Tritt diese Erscheinung öfters auf, Untersuchung veranlassen!

Starkes Nasenbluten
kann nach einem Sturz auftreten, aber auch durch Pilzbefall oder Entzündungen der Atmungsorgane oder einen Tumor.
Wenn das Tier stark aus den Nüstern blutet, ist dies ein Notfall!
Sofort Tierarzt rufen!
Das Pferd unbedingt beruhigen, damit nicht durch hohen Blutdruck infolge Aufregung die Blutung noch verstärkt wird!

Atemnot
ist in jedem Fall ein Alarmzeichen!

Bei schwerer Atemnot steht das Tier unter Todesangst und sein Zustand wird dadurch noch kritischer!
Anzeichen sind:
Angestrengtes Atmen, erhöhte Atemfrequenz, geblähte Nüstern, bläuliche Maulschleimhäute als Folge von Sauerstoffmangel, Bauchflankenatmung, hochgradige Angst.

Sofort und ohne Zögern Tierarzt rufen! Notfall allerhöchsten Ranges!

Bis der Tierarzt eintrifft, das Pferd beruhigen  und unbedingt im Schatten  unterbringen!      Jede Aufregung vermeiden!

Nicht ganz so gravierende Atemnot kann in chronischem Husten begründet sein. Auch eine Verengung der Lunge durch Vorgänge im Bauchraum oder aber Blutungen im Brustraum können Ursachen für Atemnot sein.

Generell gilt jedoch immer: Bei Atemnot ohne Verzug den Tierarzt herbeirufen!
Es handelt sich immer um einen Notfall, allein schon, weil das Tier Todesängste durchmacht!


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