Extrem wichtig! Im Moment ist eine tödliche, schwer zu therapierende Bakterieninfektion bei Pferden
im Umlauf. Es handelt sich um eine in dieser Form extrem gefährliche Mischung von Escherichia coli, Clostridium perfringens und haemolysierenden Streptokokken. Jeder Erreger für sich wäre gut zu therapieren, das gemeinsame Auftreten macht es fast unmöglich. Die Erkrankung äussert sich mit Fieber, Durchfall und Fressunlust. Die Pferde verlieren extrem schnell an Gewicht. Inkubationszeit 6-8 Stunden. Als Komplikation kann später Ikterus (Gelbsucht) und intermitierendes (wiederkehrendes) Fieber auftreten. Momentan können befallene Pferde nur unterstützend mit Kochsalzlösung, Glucose, leberstützenden Medikamenten und teilw. Zwangsernährung behandelt werden. Antibiotika greifen nicht und auch Homöopathika nur schwierig. Sobald näheres über Therapie-Erfolge bekannt wird, werde ich diese Informationen sofort hier veröffentlichen. Bitte vermeiden Sie, wo möglich, Kontakt mit fremden Pferden und besuchen Sie keine anderen Ställe, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Tiere gesund sind. Weisen Sie Ihren Tierarzt im Fall einer Erkrankung auf die bisherigen Misserfolge normaler Antibiotika-Therapie hin, so sparen Sie kostbare Zeit! Im Fall einer Erkrankung bitten Sie Ihren Tierarzt, sich mit der SOS-Pferdehilfe.de in Verbindung zu setzen, dort laufen gerade grosse Anstrengungen, erkrankte Pferde zu retten und der Erfahrungsschatz ist dort am grössten. Nach einem Telefonat mit der SOS Pferdehilfe wird dort die am stärksten erkrankte Stute in den nächsten Stunden eingeschläfert. Heute morgen kam zur bereits erwähnten Symptomatik blutiger Urin hinzu. Im Urin sind nicht nur Blutspuren, sondern auch Schleimhautfetzen (vermutlich aus der Niere) zu finden gewesen. Eine rektale Untersuchung ergab eine fast vollständige Zerstörung von Leber und Niere. Nun liegt die Stute und blutet aufgrund der immer weiter umsichgreifenden inneren Zersetzung aus Maul und Nüstern. Es sind in der Zwischenzeit auch ein Fall eines erkrankten Rindes mit der gleichen Symptomatik und von 3 Flaschenlämmern bekannt geworden. In Gesprächen mit Laboren, Tierärzten und Universitäten wird immer die Gefährlichkeit der oben genannten Erreger bezweifelt. Bis jetzt sind diese aber der einzige Hinweis auf diese Erkrankung. Egal, ob sich im Lauf der weiteren Epidemie ein anderer Erreger herausstellt oder nicht, möchte ich Sie nochmal eindringlich bitten, diese Erkrankung TODERNST zu nehmen und bei Ihrem Tierarzt darauf zu bestehen, dass sofort bei Auftreten der ersten Symptome eine Kot- und Blutuntersuchung sowie ein Resistenztest vorgenommen wird. Die erkrankten Pferde der SOS Pferdehilfe sollen nun nochmals per Blut- und Kotproben untersucht werden, in der Hoffnung, dass sich weitere Erkenntnisse gewinnen lassen. Ebenso soll die verendende Stute obduziert werden. Hierfür bin ich von der SOS Pferdehilfe gebeten worden, einen Spendenaufruf weiterzuleiten. Die Erkrankung der vier Pferde hat bis jetzt schon Unsummen verschlungen und eine weitere Diagnostik, die jedem anderen Pferd in Deutschland das Leben retten könnte, ist nur durch Mithilfe von anderen Reitern möglich. Es gibt eine erste Obduktion an einer verendeten Stute: Alle inneren Organe, mit Ausnahme der Lunge waren verändert. Milz vergrößert, Leber geschwollen und alle Ränder verstrichen, das Gekröse dunkel bis schwarz verfärbt. Die serösen Häute der inneren Organe sind fettig degeniert, die Herzklappen ebenso. Das Fettgewebe im Herzmuskel ist schwammig bis geleeartig verändert. Die Schleimhäute des Darms waren gelb verfärbt. Die Stute erstickte an ihrem eigenen Blut, bevor sie eingeschläfert werden konnte, allerdings kam die Blutung allem Anschein nach nicht aus der Lunge. Das Blut war hell, dünn und schleimig. Es wurden von allen Organen histologische Schnitte gemacht, diese gehen am Montag in die Pathologie. Im Moment laufen weitere Aktivitäten, Tierärzte, Tierschutzvereine und Tierheilpraktiker bundesweit zu informieren und sensibilisieren. |
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